Geschichte
SOBV
aus den Jubiläumsschriften 100 Jahre SOBV 1902-2002 und 125 Jahre Eidg.
Musikverband 1862-1987
1902
Auf Initiative der
Stadtmusiken Solothurn und Olten fand am 15. Juni 1902 im "Bad Klus"
die Gründungsversammlung statt. Noch im selben Jahr wurden an der 1.
Delegiertenversammlung am 7. September in Balsthal die ersten Statuten des
Solohurner Kantonal Musikverbandes genehmigt. Erster Verbandspräsident wurde
Emil Gigandet aus Solothurn, der in der Folge 21 Jahre lang den Verband
anführte. Für die musikalischen Belange war Papa Josef Wirz-Munzinger
zuständig, der als Vorläufer zur heutigen Musikkommission als erster Kantonaler
Musikdirektor von 1902 bis 1908 im Amt war.
Emil Gigandet Papa
Josef Wirz-Munzinger
Solothurn Solothurn
1. Kantonalpräsident von 1902-1923 1. Kantonal Musikdirektor 1902-1908
Kantonaler Ehrenpräsident 1923 – 1934
1903
1. Kantonales Musikfest in
Schönenwerd mit 20 Vereinen.
1909
Nachdem der Kantonal Verband
dem Nord-West-Schweizerischen Musikverband beigetreten war, konnte erstmals ein
Dirigentenkurs organisiert werden. Nicht weniger als 53 Teilnehmer besuchten
diesen 7 tägigen Kurs in Solothurn.
1920
Mangels Interesse der
Vereine musste das geplante Kantonale Musikfest in Grenchen abgesagt werden.
1922
Nicht zuletzt wegen der
grossen Uhrenkrise, schien es in den zwanziger Jahren schwierig zu sein, ein
Kantonales Musikfest durchzuführen. So zu sagen als Ersatz, wurde 1922 in
Balsthal ein eintägiger Musiktag durchgeführt. 19 Vereine nahmen teil.
1923
Der Kantonalpräsident Emil
Gigandet trat zurück. Er war der erste Präsident des Verbandes und wurde bei
seinem Rücktritt zum ersten Ehrenpräsidenten ernannt. Nachfolger wurde der
Balsthaler Bezirkslehrer und bisherige Kassier Emil Rumpel, der in den
folgenden 22 Jahren auf Kantonaler und Eidgenössischer Ebene viel bewegen
konnte.
Emil Rumpel
Balsthal
Kantonalpräsident
1923 – 1943
Kantonaler
Ehrenpräsident 1943 – 1968
Eidg.
Präsident 1938 – 1955
1925
Nach 12 jährigem Unterbruch
konnte erstmals wieder ein Kantonales Musikfest durchgeführt werden. Die
Helvetia Grenchen konnte bei herrlichem Wetter insgesamt 41 Vereine begrüssen.
1929
Das geplante Kantonale
Musikfest in Dornach musste mangels Interesse zuerst um ein Jahr und
schliesslich um 5 Jahre verschoben werden.
1932
Anlässlich des 30 jährigen
Bestehens fand in Solothurn eine Jubiläumsfeier statt.
1933
Emil Gigandet trat als
Mitglied des Zentralkomitees des Eidgenössischen Musikvereins zurück und wurde,
wie bereits 10 Jahre vorher im Präsidium des Kantonalverbandes, durch Emil
Rumpel ersetzt.
1934
Kantonales Musikfest in
Dornach
1935
Die Veteranengrenze wurde im
Kanton von 30 auf 25 Jahre gesenkt.
1938
Auf tatkräftige Initiative
des Kantonalpräsidenten Emil Rumpel wurde die Kantonale Veteranenvereinigung
gegründet.
Emil Rumpel aus Balsthal
wurde zum Präsidenten des Eidgenössischen Musikverbandes gewählt. Nach dem
Mitbegründer Franz von Vigier, der ab der Gründung 1863 bis 1866 dem Eidg.
Verband vorstand, bekleidete zum zweiten mal ein Solothurner dieses ehrenvolle
Amt.
Stephan Jaeggi wurde
Präsident der Eidg. Musikkommission.
1943
An einer vaterländischen
Kundgebung in Solothurn, hatten insgesamt 40 Musikvereine mit über 1500
Musikanten teilgenommen.
Emil Rumpel trat als
Kantonalpräsident zurück und wurde neuer Ehrenpräsident. Damit konnte er sich
noch mehr auf sein Amt als Präsident des Eidg. Verbandes konzentrieren. Der
neue Präsident hiess Eugen Wehrli, der damit im 41. Verbandsjahr erst der 3.
Kantonalpräsident war.
1945
Auf Initiative von Gottlieb
Zimmerli aus Gerlafingen wurde der Eidgenössische Musikdirigentenverband
gegründet. Gottlieb Zimmerli wurde auch gleich zum ersten Präsidenten gewählt.
Zu Ehren des 100-Jahr-Vereinsjubliläums
der Stadtmusik Solothurn komponierte Stephan Jäggi den heute immer noch sehr
beliebten Solothurner-Marsch.

Gottlieb Zimmerli
Gerlafingen
Präsident
Kantonale Musikkommission - 1959
Präsident
Dirigentenverband 1945 – 1957
Präsident
Eidg. Musikkommission 1950 – 1959
1947
Am Kantonalen Musikfest in
Balsthal nahmen 49 Vereine teil.
1950
An der DV wurde ein Antrag
der Musikkommission und des Vorstandes klar abgelehnt, wonach zwecks Hebung des
musikalischen Niveaus so genannte Kreismusiktage durchzuführen seien. Dazu
sollten die Unterverbände aufgelöst werden.
Wegweisend war die Wahl von
Gottlieb Zimmerli aus Gerlafingen zu Präsident der Eidgenössischen
Musikkommission. Jahrelang bekleidete er gleichzeitig auch das Präsidentenamt
der Kantonalen Musikkommission. Unter seiner Führung wurden die Weichen zur
Aus- und Weiterbildung von Dirigenten und Bläser gestellt.
Damit standen mit Emil
Rumpel als Zentralpräsident und Gottlieb Zimmerli als Präsident der
Musikkommission und des Dirigentenverbandes gleich bei allen drei wichtigen
Eidg. Verbänden ein Solothurner an der Spitze
Anlässlich des 70.
Geburtstages von Emil Rumpel, des Präsidenten des Eidg. Musikverbandes, waren
62 Fahnendelegationen nach Balsthal gereist. Diese Ehre zeugte von Anerkennung
für seine grossen Verdienste in der schweizerischen Blasmusik.
1952
Jubiläumsfeier 50 Jahre
Kantonalverband in Schönenwerd mit Festumzug und Konzerten im Casino. 13
Vereine nahmen an der Feier teil.
Zum Jubiläum konnte auch
eine neue Standarte eingeweiht werden. Diese kostete Fr. 1430.- und wurde mit
je 50 Rappen durch die Solothurner Musikanten finanziert. Das alte Banner wurde
fortan im Schloss Alt-Falkenstein in Balsthal aufbewahrt.
1953
Derendingen erhielt in einer
Kampfwahl den Zuschlag für das Kantonale Musikfest 1955, dass dann aber wegen
zu geringen Anmeldungen schlussendlich erst 1960 stattfand.
1955
Emil Rumpel, trat als
Zentralpräsident des Eidg. Musikvereins zurück. Für seine Verdienste wurde er,
wie bereits beim Kantonalverband, auch auf eidg. Ebene zum Ehrenpräsident
ernannt.
1957
Dieses Jahr wurde durch den
Tod des allseits bekannten Dirigenten Stephan Jaeggi überschattet, welcher am
9. Juli in Bern, mitten im Festrummel des Eidg. Musikfestes, an einem
Herzversagen starb.
Zur Schaffung neuer
Originalkompostitionen für Blasmusik der höchsten Leistungsklasse wurde von
Grenchen ein Musikpreis gestiftet. Der angesehene Rechtsanwalt Dr. Walter
Ochsenbein wurde dazu vom Stadtrat als Leiter eines siebenköpfigen Kuratoriums
eingesetzt.

Stephan Jaeggi
Dirigent und Komponist
1958
Dr. Walter Ochsenbein wurde
Nachfolger des zurückgetretenen Verbandspräsidenten Eugen Wehrli
1960
Nach vielen Verschiebungen fand in Derendingen
nach 13 Jahren Unterbruch endlich wieder einmal ein Kantonales Musikfest statt.
55 Vereine nahmen teil.
1962
An Stelle der DV1961 wurde
am 11. Februar 1962 zu Ehren des 1862 in Olten gegründeten Eidg. Musikvereins
am selben Ort eine Jubiläumsdelegiertenversammlung durchgeführt.
Die Helvetia Grenchen wurde
vom Kantonalverband an die 100 Jahr Feier des Eidg. Verbandes nach Bern
delegiert.
In Olten wurde am 10.
Februar 1962 auf Initiative des Solothurner Kantonal-Musikverbandes die
Stephan-Jaeggi-Stiftung gegründet. Der Kantonalpräsident Dr. Werner Ochsenbein
war Mitglied des ersten Stiftungsrates. 1966 konnten dann mit Prof. Paul Huber
aus St. Gallen und Jean Daetwyler aus Sierre die ersten Preisträger
ausgezeichnet werden.

Dr. Werner Ochsenbein
Grenchen
Kantonalpräsident
1958 – 1974
Ehrenpräsident
1974 – 1983
Mitglied
Stephan-Jaeggi-Stiftung
Mitglied
Kuratorium Musikpreis Grenchen
1964
EXPO in Lausanne: Am 3.
Juli, am offiziellen Solothurner Tag waren die Stadtmusiken beim grossen
Festspiel engagiert.
1965
10. Kantonales Musikfest in
Olten mit 40 Verbands- und 4 Gastvereinen. Der Anlass war in allen Teilen sehr
gut organisiert und ein gelungenes Fest. In den Expertenberichten wurde
mehrmals erwähnt, dass das Blasmusikwesen im Kanton Solothurn auf hohem Niveau
stehe.
1967
Zum 10. Todestag von Stephan
Jaeggi organisierte die Musikgesellschaft Fulenbach eine
"eindrucksvolle" Gedenkfeier, welche über die Kantonsgrenzen hinweg
grosse Beachtung fand.
1968
Alois Gschwind aus Dornach
wurde zum Präsidenten der Eidg. Musikkommission und damit zum Nachfolger von
Otto Zurmühle gewählt.

Alois Gschwind
Dornach
Präsident
Kantonale Musikkommission 1959 – 1974
Präsident
Eidg. Musikkommission 1968 – 1977
Präsident
Dirigentenverband 1977 - 1982
1970
Mitten im Festrummel des
Eidg. Tambourenfestes in Solothurn kam die Trauerbotschaft , dass Prof. Franz
Königshofer an einer heimtückischen Krankheit verstorben war. Gleichentags
folgte ihm seine Gattin freiwillig im Tode nach.
1973
An der Delegiertversammlung
wurde u.a. Regierungsrat Willy Ritschard zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Die
Wappenscheibe wurde ihm im folgenden Frühjahr überreicht, als er bereits
Bundesrat war.
1974
Am 11. Kantonalen Musikfest
in Grenchen nehmen nur gerade 29 Verbands- und 2 Gastvereine teil.
An der
Delegiertenversammlung in Laupersdorf wurde nach 16 jähriger Amtszeit Dr.
Walter Ochsenbein als Kantonalpräsident abgelöst und durch den Einheimischen
Walter Brunner ersetzt. W. Ochsenbein wurde, nachdem er 31 Jahre im
Kantonalvorstand gewirkt hatte, zum neuen Ehrenpräsident ernannt
1975
Erstmals organisiert der
Kantonalverband auf Initiative von Walter Joseph Bläserkurse. Gleich im ersten
Jahr nahmen in 18 Kursen insgesamt 207 Musikantinnen und Musikanten daran teil.
Als Beauftragter für das Kurswesen hatte Walter Joseph zusammen mit Alois
Grolimund und Eduard Ulrich eine mustergültige Organisation ins Leben gerufen.
1976
Walter Joseph, Mitglied der
Kantonalen Musikkommission gewann den Wettbewerb bei der Ausschreibung eines
Festmarsches zum Eidg. Musikfest in Biel.
Erstmals wurde eine Kursabschlussfeier
durchgeführt. sie fand im April in Oensingen statt.
1977
Erstmals wurde ein
Weiterbildungskurs für Kursleiter durchgeführt. Dieser zweitägige Anlass,
besser bekannt unter dem Namen Balmbergseminar wurde ein grosser Erfolg und
diente auch als Vorbild für ähnliche Anlässe in anderen Kantonen.
Rudolf Wyss aus Günsberg
wird neuer Kurschef. Mit grossem Einsatz und Kompetenz prägte er das Kurswesen
ganze 14 Jahre lang und die Teilnehmerzahlen betrugen teilweise über 300
Kursabsolventen, Zahlen wovon man heute nur noch träumen kann.
Die Finanzlage im
Kantonalverband war prekär. Der Mitgliederbeitrag musste um 1 Franken erhöht
werden. Der Vorstand ging mit gutem Beispiel voran und verzichtete auf einen
Teil seines Taggeldes.
Zum 75 jährigen Jubiläum des
Kantonalverbandes hielt der Ehrenpräsident Dr. W. Ochsenbein an der
Delegiertenversammlung eine kleine Jubiläumsansprache.
Alois Gschwind aus Dornach wurde neuer Präsident des
Eidgenössischen Dirigentenverbandes.
Walter Brunner
Laupersdorf
Kantonalpräsident
1974 - 1984
Ehrenpräsident
1984 - 1992
Mitglied
Stephan-Jaeggi-Stiftung
1979
In Dornach fand das 12.
Kantonale Musikfest statt. 43 Verbands- und 9 Gastvereine nahmen daran teil.
Dabei kam erstmals das neue Wettspielreglement zur Anwendung, welches dann auch
viele Neuerungen brachte, wie z.B. die sofortige Bekanntgabe der Punktzahl nach
den Wettspielen.
1982
Eine 5-tägige Reise führt
den Kantonal Vorstand und die Musikkommission zusammen mit ihren Gattinnen nach
London, wo sie u.a. diverse Konzerte des Brass Band Contests besuchen.
Organisator dieser Reise war Walter Joseph.
1984
13. Kantonales Musikfest in
Balsthal: Insgesamt 56 Vereine nahmen daran teil.
Auf Anregung der Musikkommission
wurde das Verbandsinterne Informationsblatt ANIMATO geschaffen. An der
Delegiertenversammlung in Gretzenbach konnten die beiden verantwortlichen
Redaktoren Rudolf Wyss und Walter Joseph eine Probenummer ihres Werkes
verteilen.
Anton Luterbacher aus Lohn
wird neuer Kantonalpräsident. Walter Brunner wird nach nicht weniger als 30
jähriger Mitgliedschaft im Kantonalvorstand und nach 10 Jahren als deren
Präsident zum neuen Ehrenpräsident gewählt.

Anton Luterbacher
Lohn
Kassier /
Vicepräsident 1974 - 1984
Kantonalpräsident
1984 - 1994
Ehrenpräsident
ab 1994
Vicepräsident
Stephan-Jaeggi-Stiftung ab 1990
1987
Erstmals werden Veteranen
mit 60 Aktivjahren mit der neu geschaffenen CISM-Verdienstmedaile geehrt.
Der Eidg. Musikverband
feiert in Zofingen sein 125 jähriges Bestehen. Nebst einer grossen Delegation
des Vorstandes war der Kantonalverband durch den Musikverein Gretzenbach
vertreten und die Brass Band Mühledorf hatte die Ehre, am Galakonzert mitwirken
zu können.
1988
Die Kantonale
Veteranenvereinigung konnte ihr 50 jähriges bestehen feiern.
1989
In Niedergösgen fand das 14.
Kantonale Musikfest statt. 43 Verbands- und 13 Gastvereine nahmen daran teil.
Für seine wertvolle Arbeit
zum Wohle des Musikwesens wird Rudolf Wyss als Preisträger der Stephan Jäggi
Stiftung ausgezeichnet.
1991
Im Flösserhof in Biberist
wurde der 1. Solothurner Blasmusikpreis durchgeführt. OK-Präsident war Ernst
Balli und insgesamt 13 Vereine nahmen daran teil. In der Folge wurde dieser
Anlass regelmässig durchgeführt.
1994
In Mümliswil fand das 15.
Kantonale Musikfest statt. 57 Vereine besuchten diesen Anlass.
Arnold Santschi wird zum
neuen Verbandspräsident gewählt. Der abtretende Anton Luterbacher wird zum
Ehrenpräsident gewählt.

Arnold Santschi
Recherswil
Mitglied
Kant. Vorstand 1986 - 1994
Kantonalpräsident
1994 - 2002
Ehrenpräsident
ab 2002
Mitglied
Kant. Kuratorium für Kulturförderung
1996
Für seine wertvolle Arbeit
zum Wohle des Musikwesens wird Walter Joseph als Preisträger der Stephan Jäggi
Stiftung ausgezeichnet.
1998
Der Verband gab sich einen
neuen Namen, statt Solothurner Kantonalmusikverband (SOKMV) hiess er neu
Solothurner Blasmusikverband (SOBV)
1999
In Schnottwil fand das 16.
Kantonale Musikfest statt. Nebst 10 Gastvereinen nahmen nur gerade 36
Verbandsvereine daran teil.
2001
Im September erschien die
100. Ausgabe des Animato
2002
Der SOBV feiert sein 100
jähriges Bestehen. Unter der Führung des OK-Präsidenten Alex Heim gibt es
allerlei Festivitäten, welche über das ganze Jahr verteilt stattfinden.
Höhepunkte sind die Musikfestwoche im September und die
Jubiläums-Delegiertenversammlung im Landhaus Solothurn, wo zudem eine neue
Verbandsfahne eingeweiht werden konnte. Rolf Stebler und sein Frau Hildi wurden
Fahnenpaten.
Ueli Nussbaumer aus
Mümliswil löst Arnold Santschi als Verbandspräsident ab.
Urs Heri wird in die Eidg.
Musikkommission gewählt.
Anekdoten
Betrugsvorwürfe endeten vor Gericht
Im Nachgang zum Kantonalen
Musikfest am 1. Juni 1913 in Biberist wurden der Präsident und der Aktuar des
Kantonalverbandes öffentlich Beschimpft und des Betrugs bezichtigt. Der
Vorstand beschloss danach einstimmig, gegen die "Beleidiger"
gerichtlich vorzugehen. Die ganze Angelegenheit endete dann 1 Jahr später mit
einem gerichtlichen Vergleich.
Die Hirarchie wurde auf den Kopf gestellt
Im Jahre 1950 entstand eine
grosse Diskussion über einen Antrag der Musikkommission und des Vorstandes,
wonach zwecks Hebung des musikalischen Niveaus die selbstverwalteten
Bezirksverbände aufzulösen und in Zukunft Kreismusiktage durchzuführen seien.
Nachdem die Delegiertenversammlung diesem Ansinnen eine klare Abfuhr erteilt
hatte, schrieb der
Solothurner haben die Macht
Von 1950 bis 1955 standen
mit Emil Rumpel als Zentralpräsident und Gottlieb Zimmerli als Präsident der
Musikkommission und des Dirigentenverbandes gleich bei allen drei wichtigen
Eidg. Verbänden Solothurner an der Spitze. Betrachtet man den in Bern tätigen
Stephan Jäggi als Solothurner war dies bereits währen 2 Jahren von 1945 bis
1947 der Fall.
Mit Jaeggi und Königshofer nicht einig
Die Jubiläumsfeier 50 Jahre
Kantonalverband 1952 in Schönenwerd war eine eindrückliche Manifestation der
Blasmusik. Einzig über die Expertenberichte von Dr. Franz Königshofer und
Stephan Jaeggi gab es im Anschluss Diskussionen.. Ihnen wurde vorgeworfen,
einseitige Beurteilungen erstellt zu haben und nur die negativen Punkte erwähnt
zu haben. An einer eigens dafür einberufenen Konferenz mit den betroffenen
Vereinen konnten die Wogen dann wieder geglättet werden.
Kantonalverband auflösen
Das Kantonale Musikfest 1960
in Derendingen war eine langwierige Angelegenheit. Nachdem das Fest im Jahre
1953 vergeben wurde und ursprünglich 1955 hätte stattfinden sollen, dauerte es
schlussendlich bis 1960, bis sich endlich genug Vereine dafür interessierten.
Zuvor gab es zahlreiche
Diskussionen über das geringe Interesse am Kantonalen Musikfest, sogar von
Verbandsauflösung wurde gesprochen.
Wolfwiler mit Derendinger Nachwehen
Die Konkordia Wolfwil war
mit den Experten am Kantonalen 1960 in Derendingen nicht einverstanden. Nach
etlichen Briefwechseln wurde schliesslich eine 5-köpfige Delegation vom
Kantonalvorstand empfangen. Die Wolfwiler waren mit ihrer Rangierung nicht
einverstanden. Der schlechte Rang und der gute Expertenbericht stimmten einfach
nicht überein. Die Verhandlungen waren sehr emotional und die Wolfwiler
erklärten schliesslich, kein Musikfest mehr besuchen zu wollen.
Die Grenchner, nicht die Solothurner
Viel zu reden gab der
Entscheid, zur 100 Jahr Feier des Eidgenössischen Musikverbandes die Helvetia
Grenchen zu delegieren. Auch anderen Vereinen wäre diese Ehre gerne zu Teil
geworden, so insbesondere der Stadtmusik Solothurn. Ein Ehemaliger aus ihren
Reihen, Franz von Vigier war schliesslich auch Mitbegründer des Eidg. Verbandes
und so glaubte man, so etwas wie ein Vorrecht zu haben. Der Kantonalpräsident
hätte eigenmächtig gehandelt und als Grenchner seine "Helvetia" als
Abordnung bestimmt. Nach einer ausgiebigen Aussprache und nachdem der
Kantonalvorstand Fehler einräumte, konnte die Angelegenheit schliesslich
beigelegt werden.
Verschlafen
Es ist Tradition, dass der
Kantonalvorstand jedes Jahr einen kleineren oder grösseren Ausflug machte. Im
Jahre 1980 kam es zu einer zweitägigen Reise nach Locarno. In einem
Zeitungsbericht war dazu zu lesen: "Als sich die 30-köpfige
Reisegesellschaft aus dem Schwarzbubenland sowie dem oberen und unteren
Kantonsteil im Bahnhof Olten trafen, stellte der Präsident Walter Brunner
erstaunt fest, dass sich der Kassier samt dem Kollektivbillett verschlafen
hatte und mit einem späteren Zug nachreisen musste."
Anzahl Sektionen
1902
25 Vereine
1952
90 Vereine
1954
92 Vereine
1958
94 Vereine
1977
94 Vereine
1987
94 Vereine
2001
88 Vereine
Verbandspräsidenten
1902-1923 Emil Gigandet, Solothurn
1923-1943 Emil Rumpel, Balsthal
1943-1958 Egen Wernli, Schönenwerd
1958-1974 Dr.Walter Ochsenbein, Grenchen
1974-1984 Walter Brunner, Laupersdorf
1984-1994 Anton Luterbacher, Lohn
1994-2002 Arnold Santschi, Recherswil
2002- Ueli Nussbaumer, Mümliswil
Kantonale
Musikfeste und andere Kantonale Anlässe
1903 1. Kantonalmusikfest in Schönenwerd
1905 2. Kantonalmusikfest in Solothurn
1907 3. Kantonalmusikfest in Olten
1910 4. Kantonalmusikfest in Oberdorf
1913 5. Kantonalmusikfest in Biberist
1922 Kantonaler Musiktag in Balsthal
1925 6. Kantonalmusikfest in Grenchen
1932 Jubiläumsfeier in Solothurn
1934 7. Kantonalmusikfest in Dornach
1943 Vaterländische Kundgebung in Solothurn
1947 8. Kantonalmusikfest in Balsthal
1952 Jubiläumsfeier in Schönenwerd
1960 9. Kantonalmusikfest in Derendingen
1965 10. Kantonalmusikfest in Olten
1974 11. Kantonalmusikfest in Grenchen
1979 12. Kantonalmusikfest in Dornach
1984 13. Kantonalmusikfest in Balsthal
1989 14. Kantonalmusikfest in Niedergösgen
1994 15. Kantonalmusikfest in Mümliswil
1999 16. Kantonalmusikfest in Schnottwil
2004 17. Kantonalmusikfest in Langendorf
2009 18. Kantonalmusikfest in Wolfwil
Unterverbände
Musikverband
Bucheggberg und Umgebung
Gegründet 1921 - 9 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten
1921-1961 Alexander Stuber, Lüterswil
1961-1970 Ernst Nussbaumer, Mühledorf
1970-1974 Fritz Affolter, Leuzigen
1974-1986 Anton Luterbacher, Lohn
1986-1994 Hans Messer, Etzelkofen
1994-1997 Robert Fürst, Messen
1997-2003
2003- Walter Eberhard, Schnottwil
Bezirksverband
Dorneck
Gegründet 1948 - 7 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1948-1964 Ernst Hofmeier, Dornach
1964-1973 Walter Müller, Seewen
1973-1986 Arno Schumacher, Bättwil
1986-2003 Willy Hänggi, Rodersdorf
2003- Derrer Salomé, Reinach
Niederämter
Musikverband
Gegründet 1936 - 12 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1943-1963 Adolf Mutti, Niedergösgen
1963-1975 Ernst von Büren, Trimbach
1975-1991 Anton Hagmann, Dulliken
1991-2005 Röbi Wyss, Dulliken
2005- Hans Niederhauser, Lostorf
Bezirksmusikverband
Solothurn-Lebern
Gegründet 1920 - 13 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1920-1945 Emil Mollet, Lommiswil
1945-1955 Germaine Gigandet, Grenchen
1955-1972 Felix Meier, Bettlach
1972-1973
1973-1983 Josef Zuber, Günsberg
1984-1986 Kurt Bollhalter, Oekingen
1986-1992 Arnold Santschi, Recherswil
1992- Viktor Wyss, Flumenhal
Bezirksmusikverband
Thal-Gäu
Gegründet 1904 - 19 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1904-1906 Beda Baumgartner, Oensingen
1906-1908 E. von Arb, Neuendorf
1908-1916 Gustav Loner, Laupersdorf
1916-1922 Robert Schmidlin, Balsthal
1922-1925 Robert Baschung, Mümliswil
1925-1929 Julius von Arx, Oensingen
1929-1948 Alois Stulz, Hägendorf
1948-1971 Theophil von Wartburg, Oberbuchsiten
1971-1983 Ernst Kissling, Wolfwil
1983-1994 Kurt von Arx, Egerkingen
1994-1999 Lukas Heutschi, Balsthal
1999-2002 Ueli Nussbaumer, Mümliswil
2002-
Thiersteiner
Musikverband
Gegründet 1902 - 11 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1902-1948 Die Präsidenten der Fest gebenden
Vereine
1948-1956 Josef
1956-1970 Marcel Humair, Breitenbach
1979-1975 Jakob Stübi, Büsserach
1975-1984 Karl Saner, Erschwil
1984-1995 Rolf Stebler, Büsserach
1995- Martin Schaad, Laufen
Kreismusikverband
Untergäu
Gegründet 1927 - 9
Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1927-1943 Josef Spielmann, Gunzgen
1943-1967 August Hänggi, Hägendorf
1967-1972 Josef Kissling, Wangen bei Olten
1972-1989 Martin Studer, Hägendorf
1989-2001 Arthur Oegerli, Härkingen
2001- Marlise Oegerli, Kappel
Blasmusikverband
Wasseramt
Gegründet 1931 - 12 Verbandsvereine (2002)
Präsidenten:
1931-1940 Josef Affolter, Gerlafingen
1940-1949 Gottlieb Zimmerli, Gerlafingen
1949-1964 Viktor Weber, Gerlafingen
1964-1981 Franz Hubler, Deitingen
1981-1991 Martin Blaser, Birberist
1991-2003 Jörg Schnyder, Kriegstetten
2003- Rohn Regina, Zuchwil